Warum Datenschutz und Privatsphäre für uns alle wichtig sind

Liest sich wie der Teaser zu einem guten Thriller:

Gerade ist eine Spionageaktion der chinesischen Regierung in einem Computernetzwerk des niederländischen Militärs aufgeflogen. Das Militärnetzwerk wurde über eine Schwachstelle in FortiGate gehackt. Das ist auch für andere Fortinet-Kunden relevant. Und mittlerweile wurde bekannt, dass das mutmaßlich von staatsnahen chinesischen Hackern betriebene und vom FBI kürzlich abgeschaltete Volt Typhoon-Botnet wohl schon seit fünf Jahren bestand. Die US-Sicherheitsbehörde CISA hat zum 7. Feb. 2024 weitere Details veröffentlicht.

Quelle: borncity.com

Leider immer noch Thema: Cybersecurity im Gesundheitswesen / Krankenhaus

Patentendaten im Darknet erwerbbar

Wie viel müssen denn noch kommen?

Ob groß, ob klein - alle sind’se dabei

Grenzenlos

Die vernetzte Welt kennt keine geographischen Grenzen.

Frage:

Praktisch

Mich interessiert, warum die Behebung der Schwachstellen so lange dauert. Mangelt es an Geld, Sachverstand oder an Fachfirmen für die Umsetzung? Auch wundert es mich, dass noch kein Patient geklagt hat bzw. wie so ein Fall vom Gericht gehandhabt wird.

Persönlich

Wie kann man seine erhobenen Gesundheitsdaten selber schützen oder ist man dem Dienstleister völlig ausgeliefert? Was wenn dieser zudem die Daten fehlerhaft erhebt und z.B. folge Diagnosen somit falsch gestellt werden?

Der Zahnbürsten Hack der gar keiner war :rofl:

Die Mediale-Landschaft hat sich verändert. Massiv. Die Gehirne der Lesenden sind aufmeksamkeitstechnisch auf dem Niveau eines kurzatmigen TikTok-Videos. Zu oft wird „gut recherchiert“ gegen künstlich erzeugte Aufmerksamkeit getauscht. Wahrheit kommt erst nach den Klicks. Denn nach einiger Zeit wird dann die Klick-lukrative Falschmeldung wieder korrigiert, aber wer bekommt das schon mit?

Bestes Beispiel: DDos Attacke und die Zahnbürste

Zahnbürsten dieser Welt vereinen sich und Löschen das Internet!

Wer hat’s erfunden? Die Schweizer haben sich hinreißen lassen, besser gesagt die Aargauer Zeitung mit dem Artikel: Cybergefahren: So schützen Sie sich. Unglaublicherweise sind dann auch die weiteren deutschsprachigen Medien darauf eingegangen wie unter anderem Tarnkappe.info: Smarte Zahnbürsten für DDoS-Attacken missbraucht. Zu meiner Enttäuschung auch die namhafte Cyber Security Experten mit großer Followerzahl auf LinkedIn.

Technisch unmöglich

Zumindest wie in den Artikeln beschrieben. Das ist meine Einschätzung: Eine Zahnbürste hat einen Bluetooth Low Energy Chip (vgl. Bluetooth Low Energy – Wikipedia) verbaut, dessen Reichweite sehr begrenzt ist und vor allem nicht mit dem Router und somit mit dem Internet verbunden ist! Für die Kommunikation mit dem Internet benötigt man einen, nennen wir es mal „Vermittler“. Dieser muss beide Sprachen sprechen - also z.B. ein Smartphone mit integriertem Bluetooth und WLan. Erst dann könnte sich die Zahnbürste mit dem bösen Internet verbinden. Das geht aber auch, nur wenn man die richtige App installiert hat. Das sind schon viele „Hürden“ für die kleine Zahnbürste, finden Sie nicht?

Schwachstelle: App?

Wäre die App dann die Schwachstelle, um DDos Attacken abfeuern? Ja. Ist das realistisch? Nein! App Store Betreiber, Apple und Google sind in der Pflicht und haben sehr großes Interesse, dass eben solche Funktionen nicht in den Apps vorhanden sind und prüfen diese sehr genau. Und das ganze bevor die App überhaupt erst zugelassen wird und für Sie, den normalen Endnutzer, sichtbar im App Store wird.

Independent rudert zurück

Sehr wahrscheinlich erst, nachdem sie die Klickflut positiv für ihr Werbegeschäft genutzt haben.

This article was updated on 8 February 2024. It initially inaccurately reported that an attack had actually happened, but has been updated to reflect the fact that this was a hypothetical warning.

Aargauer Zeitung legt nach

Am 2024-01-30T11:02:00Z wurde der Artikel veröffentlicht. Ab dem 2024-02-08T09:08:20Z wurde die Situation aufgeklärt und mit dem folgenden Abschnitt ergänzt. Das sind 9 Tage Fake News, ohne rechtliche Folgen?!

Ursprünglich stand im Artikel, dass der Fall «sich wirklich so zugetragen» habe. Diese Information stammte vom Unternehmen Fortinet, das den Fall im Gespräch als real geschildert und den Artikel vor der Publikation gegengelesen hatte. Nun korrigiert Fortinet diese Aussage und spricht von einem «hypothetischen Szenario»

Quelle: Versions History

Sie können das nicht glauben? Dann überzeugen Sie sich selbst. Gott sei Dank gibt es Seiten, die entsprechende Missstände im Internet dokumentieren und Seiten, so wie sie sind, archivieren. https://archive.is/https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/kriminalitaet-die-zahnbuersten-greifen-an-das-sind-die-aktuellen-cybergefahren-und-so-koennen-sie-sich-schuetzen-ld.2569480

Trauriger Einzelfall

Denken Sie jetzt: „Ja, das kann ja jedem mal passieren?“
Dann schauen Sie sich doch jetzt noch mal den Artikel von mir an, in dem es um das E-Rezept ging und der Chip.de Autor eine Überschrift gewählt hat, die meiner Meinung nach auch recht viel Klicks am Anfang erzeugt hat: Smartphone Zwang für Senioren?

Abschließender Gedanke

Eine Nachricht in Sekunden um die Welt zu schicken, ist keine Kunst mehr. Den Wahrheitsgehalt zu erkennen, zu interpretieren und den tieferen Sinn dahinter zu verstehen, das bedarf eines gesunden Menschenverstandes. In den Zeiten von KI wohl ein immer seltener genutztes Gut.

Das #FBI hat ein #Botnetz mit über Tausend #Routern zerschlagen, dass vom russischen #Geheimdienst #GRU kontrolliert wurde. Es handelt sich dabei um #SoHo (Small Office / Home Office) Router von #Ubiquiti. Die Geräte wurden laut dem Bericht von #CyberKriminellen infiltriert, die nicht dem Staatlichen Komplex zugeordnet werden und anschließend vom GRU übernommen. Der Geheimdienst hat dann eigene Programme auf den Routern ausgeführt, um u. a. #Zugangsdaten zu stehlen und um das Botnetz zu einem großes Spionagenetzwerk auszubauen. Das FBI hat in einer gerichtlich angeordneten Aktion „aufgeräumt“. Dabei wurde die #Malware von allen Routern entfernt und die Konfiguration der Geräte so angepasst, dass man sie nicht mehr so einfach übernehmen kann. Mit anderen Worten: Das FBI hat die Hausaufgaben der Besitzer übernommen. Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, die Hardware der Bevölkerung zu konfigurieren. Wer einen Router nicht konfigurieren kann, der soll jemanden beauftragen der es kann.

Quelle: Mohamed Harrou on LinkedIn: FBI disrupts Moobot botnet used by Russian military hackers

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/cyberattacke-bei-kadewe-group-tausende-kundendaten-durch-hacker-gestohlen/100017650.html

IT System Bezirksklinik Mittelfranken neu gestartet.

„Sicherheit ist wichtiger als schnelligkeit!“